Unsere Gründe und Ziele

 

 

Haus Sonnenschein- DAS ANDERE KAUFHAUS FÜR GOCH

Mitten in Goch möchten wir das etwas anderes Kaufhaus eröffnen, das Waren zu Preisen anbietet, die den Erwerb für alle Menschen möglich macht und Arbeitslosen die Chance bietet, durch Beschäftigung und Qualifizierung in den Arbeitsmarkt re-integriert zu werden.

Haus Sonnenschein soll auch eine beliebte Einkaufsstätte der Passanten werden, die "nur mal reinschauen" wollen und Interessantes finden, die gezielt kommen, weil gutes Gebrauchtes immer mehr Liebhaber findet.

Wir wollen dem guten Gebrauchten ein zweites Leben geben. Verwenden statt vernichten, das ist unsere Devise. Alles, was der Spender noch nutzen kann – aber nicht mehr nutzen will - lebt beim Käufer weiter. Die vom Käufer gezahlten Kaufpreise finanzieren die Spenden die wir an Bedürftige im Kreis weitergeben, da wir eine Gemeinnützige Firma sind und alle Gewinne aus unserer Tätigkeit an Bedürftige spenden. Spenden die auch 1:1 ankommen und nicht durch einen großen Apparat aufgefressen werden. So führt ein Waren-Geld-Kreislauf Menschen mit unterschiedlicher Ausgangslage zu einem gemeinsamen Ziel. Haus Sonnenschein soll ein Ort der Begegnung für alle Menschen dieser Stadt werden. Haus Sonnenschein ist die Nahtstelle zwischen einer Sozialeinrichtung und dem klassischen Einzelhandel.

 

 

Was fordert uns heraus?

Etwa 20% der Einwohner in Goch und Kreis Kleve, Frauen, Männer, Kinder und Rentner gelten als arm nach den allgemein gebräuchlichen Statistiken. Das sind fast 60.000 Menschen, die weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens zum Leben haben. 60.000 Menschen, das ist die Einwohnerzahl einer Großstadt. Von diesen knapp 60.000 Menschen beziehen etwa drei Viertel ein öffentliches Transfereinkommen – egal wie es heißt: Hartz 4, ALG II, Sozialhilfe – auf alle Fälle sehr wenig – zu wenig um am gemeinschaftlichen Leben teilhaben zu können! „Es hat nie eine Gesellschaft ohne Arme gegeben!“ Es wird auch nie eine Gesellschaft ohne Arme geben. Wir können nicht die Armut beseitigen – aber wir können deren Folgen lindern.

Auch in Goch gibt es viele Langzeitarbeitslose. Und diese kommen vermehrt aus dem Bereich des Handels und der Verwaltung. Rationalisierungserfolge nennt man den Ersatz der sinnstiftenden menschlichen Arbeit durch Maschinen, Scanner Selbstbedienungselemente – oder schlicht durch Reduktion des Personaleinsatzes – für wen das wohl ein „Erfolg“ ist? Als städtische Gesellschaft sind wir uns untereinander verpflichtet, Leid zu mindern. Sei es Armut oder Arbeitslosigkeit – in vielen Fällen trifft beides zusammen!

 

 

Wie sieht Kinderarmut aus ?

Viele Eltern können die Klassenfahrt ihrer Kinder nicht bezahlen. Kinder kommen ohne Essen in Kindergarten und Schule. Kein Flötenunterricht, kein Sportverein. Schwimmbad und Zoo sind unbezahlbar. Armut entsteht sogar, obwohl ein Elternteil Arbeit hat. Es kann jede Familie treffen und damit meist auch die Kinder. In Deutschland leben laut Kinderschutzbund 2,6 Millionen Kinder in Armut. Dann reicht oft eine einzige Ausgabe außer der Reihe und es geht nicht mehr weiter. Die Schule erwartet z.B einen Taschenrechner für 20 Euro (und anderes Lehrmaterial) und kurz vor Weihnachten geht der Herd kaputt. Man sorgt sich, anstatt den Advent zu genießen.

 

Die Armut wächst

Die Zahl der von Sozialleistungen abhängigen Kinder hat sich in Deutschland seit 2004 verdoppelt. Nach Berechnungen des Kinderschutzbundes leben bei uns 2,6 Millionen Kinder in Armut. Familien mit Kindern tragen ein größeres Risiko arm zu werden. Vor allem Alleinerziehende sind davon betroffen.

 

Wenn wir alle helfen, können wir vielleicht einigen Kindern das Leben erleichtern,

Kinder können Kinder sein, und Ihre Kindheit unbeschwert genießen.